15. November 2023, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek
Neuigkeiten zum Naturalienkabinett der Heidecksburg
Sabrina Lüderitz, Direktorin des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg
Vom Naturalienkabinett zum Naturhistorischen Museum.
Eine Facette der schwarzburg-rudolstädtischen Residenzkultur.
In einer Zeit, in der sich der Forscher- und Entdeckerdrang der aufblühenden Wissenschaften in den zahlreichen Kunst- und Wunderkammern spiegelte, erschuf das Naturinteresse des Prinzen und späteren Fürsten Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt 1757 ein beachtliches Naturalienkabinett, welches bis heute als Naturhistorisches Museum im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg fortbesteht und sich stetig weiterentwickelt.
Mit Fördergeldern des Bundesministeriums für Kultur und Medien kann das dreijährige Projekt »HEidigital« (2023 – 2025) umgesetzt werden, in welchem die Sammlungen des Naturhistorischen Museums auf der Heidecksburg im Mittelpunkt stehen. Gute 10.000 Objekte aus der geologischen Sammlung sowie 11.000 Herbarblätter aus der botanischen Sammlung und die ca. 800 Objekte umfassende Korallensammlung aus dem Bereich Zoologie werden bearbeitet und digitalisiert. Die Arbeiten an und mit den Objekten sind Voraussetzung für die Umlagerung der Sammlungen in ein neues Außendepot und die Neukonzeption einer Dauerausstellung.
Das älteste Naturalienkabinett Thüringens macht sich auf den Weg in die Digitalisierung, jedoch soll dabei das reale Objekt nicht in den Hintergrund treten, sondern zukünftig Besucher und Wissenschaftler gleichermaßen in einer neuen Dauerausstellung begeistern.
Sabrina Lüderitz, Direktorin des Landesmuseums Heidecksburg, führt in die Geschichte des Naturalienkabinettes ein und zeigt Wege und Visionen einer Weiterentwicklung auf.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt dazu ihre Mitglieder und Gäste herzlich ein.
Goethe-Gesellschaft Rudolstadt
Jahresarchiv 2025
12 belegte Einträge
| Datum / Zeitraum | Rubrik | Veranstaltung |
|---|---|---|
| 15. Januar 2025 | Vereinsleben | 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Jahresversammlung der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt e.V. anschließend: Reiseerinnerungen der Goethe-Gesellschaft und „Goethe auf der Reise von Weimar nach Karlsbad“ Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 19. Februar 2025 | Vorträge | 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Dr. Hannes Höfer, Geschäftsleiter der Goethe-Gesellschaft in Weimar Goethes satirische Texte. Beispiele aus Werk und Rezeption Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 19. März 2025 | Vorträge | 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Edith Baars, Sondershausen „Natürlich – Ichstabil – Vielgeliebt“ Fürstin Anna Luise von Schwarzburg Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 16. April 2025 | Vorträge | 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Dr. Egon Freitag, Weimar „Wenn man kein Liebchen erwartet, gibt's keine Nacht mehr“ Goethe und die Liebe Nur mit Anmeldung: Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 21. Mai 2025 | Vorträge | 17.00 Uhr, Schillerhaus Friedrich Schiller: Wein und Mythos Kulinarischer Vortrag mit Christian Hofmann (inklusive Verkostung) Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 18. Juni 2025 | Vorträge | 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Dr. Bertold Heizmann, Essen Goethes „Stella“ und der zweibeweibte Graf von Gleichen Die literarische Karriere eines Männertraums Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 28. August 2025 – 31. August 2025 | Exkursionen | Busexkursion mit „Besser-Reisen“ Rudolstadt Auf Goethes Spuren… an und auf den Rhein Von Frankfurt – Rhein und Mosel nach Düsseldorf Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 17. September 2025 | Vorträge | 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Dr. Gerrit Brüning, Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar "Glückliches Ereignis" – unglückliches Ereignis? Die Begegnung Schillers mit Goethe im Juli 1794 Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 24. Oktober 2025 | Vereinsleben | 18.00 Uhr, KulTourDiele / Vernissage Die unbekannten Verwandten Goethes Genealogische Forschungen zur Familie Göthe in Nordthüringen Eine Dokumentation von Dr. Barbara Heuchel und Edith Baars, Sondershausen Nur mit Einladung Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 25. Oktober 2025 | Vereinsleben | 10.00 Uhr, Heidecksburg / Porzellangalerie 50 Jahre Goethe-Gesellschaft Rudolstadt – Festveranstaltung anschließend Empfang im „Schlosscafé“ Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 19. November 2025 | Vorträge | 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Dr. Annette Seemann, Weimar „Das Wertvollste im Menschenleben sind die stillen heiligen Stunden“ Weihnachten im klassischen Weimar Quelle: Originales Jahresprogramm |
| 05. Dezember 2025 | Vereinsleben | 15.00 Uhr Geselliger Jahresausklang Quelle: Originales Jahresprogramm |
Ausführliche Rückblicke 2025
15. Januar 2025, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek
Jahresversammlung der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt e.V.
anschließend: Reiseerinnerungen der Goethe-Gesellschaft und
„Goethe auf der Reise von Weimar nach Karlsbad“
19. Februar 2025, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek
Goethes satirische Texte. Beispiele aus Werk und Rezeption
Dr. Hannes Höfer, Geschäftsleiter der Goethe-Gesellschaft in Weimar
Goethe hat eine Reihe satirischer Texte verfasst. Von frühen Angriffen auf Schriftstellerkollegen über Ansätze zu satirischen Romanen, revolutionskritische Lustspiele und schelmische Füchse bis hin zu bissigen Passagen im „Faust“ finden sie sich über sein gesamtes schriftstellerisches Leben verteilt. Doch entweder sind diese Texte heute weitgehend unbekannt oder es finden sich satirische Passagen in zwar bekannten Texten, wurden aber immer wieder vernachlässigt. Der Vortrag sucht nach Gründen für die fehlende Bekanntheit des Satirischen bei Goethe – sowohl aufseiten der Publikumserwartung als auch bei der Haltung Goethes zu seinem eigenen Werk.
Hannes Höfer ist Geschäftsführer der Goethe-Gesellschaft in Weimar und arbeitete davor als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena im Bereich germanistische Literaturwissenschaft.
Nach seinem Vortrag wird sich Ihnen in einem kleinen Beitrag der gegenwärtige Stipendiat der Goethe-Gesellschaft in Weimar, Dr. Thomasz Szybisty, vorstellen, der von Januar bis März zu einem Arbeitsaufenthalt in Weimar weilt. Er arbeitet an der Universität in Krakau und beschäftigt sich mit einem Projekt unter dem Titel „Das Bild der gotischen Kathedrale in der deutschsprachigen Literatur der Goethe-Zeit“. Hier in Rudolstadt möchte er kurz sprechen zu dem Thema „Erleuchtung in der Nacht. Goethes „Von deutscher Baukunst” (1772)“.
19. März, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Rudolstadt
Edith Baars, Sondershausen
Fürstin Anna Luise von Schwarzburg – "Natürlich – Ichstabil – Vielgeliebt"
In der Stadtbibliothek Rudolstadt erwartet Sie ein Vortrag über das Leben und Wirken der
letzten Fürstin von Schwarzburg, Anna Luise, geborene von Schönburg-Waldenburg. Die
Vermählung mit ihrem Cousin, dem Fürsten Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt im Jahre
1891 war trotz aller Turbulenzen eine glückliche Fügung, denn der eher introvertierte ältere
Günther und die dem Leben aufgeschlossene junge Anna Luise ergänzten sich in vorteilhafter
Weise. Die Fürstin, die sich sehr für Kunst und Musik interessierte, war nicht nur leidenschaftliche
Fotografin – sie blieb Ihren Untertanen auch lange nach ihrer Abdankung als volksnahe, gerechte,
wohltätige und aufgeschlossene Regentin in guter Erinnerung.
Der Vortrag beleuchtet das bewegte Leben der emanzipierten Fürstin durch die gesellschaftlichen
und politischen Turbulenzen, Hürden und Schicksalsschläge ihrer Regierungs- und Lebenszeit.
Edith Baars studierte an der HAB Weimar Architektur und war über 40 Jahre in ihrem Beruf tätig.
In ihrem Ruhestand widmet sie sich den Hobbys Musik und Geschichte und begleitet als
Gästeführerin Besucher der ehemaligen Residenzstadt Sondershausen.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.
Eintritt für Nichtmitglieder: 5 €
16. April 2025, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek Rudolstadt
Dr. Egon Freitag, Weimar
Goethe und die Liebe
»Wenn man kein Liebchen erwartet, gibt’s keine Nacht mehr«
Goethe hatte zahlreiche Frauenbekanntschaften, wie Käthchen Schönkopf, Friederike Brion, Charlotte Buff, Lili Schönemann, Charlotte von Stein, Christiane Vulpius, Minna Herzlieb, Marianne von Willemer, Silvie von Ziegesar, Ulrike von Levetzow u. a.
Die Liebe war für Goethe eine Quelle der Inspiration, sie war die große Triebkraft seiner Dichtungen. „Lust und Liebe sind die Fittiche zu großen Taten“, heißt es in der „Iphigenie“. Der Dichter war kein Schreibtisch-Erotiker und bekannte: „Liebesgedichte habe ich nur gemacht, wenn ich liebte.“ Einige seiner erotischen Gedichte wurden erst lange nach seinem Tod veröffentlicht.
Glück und Enttäuschung, Hoffnung und Verzweiflung finden ihre literarische Gestaltung in zahlreichen Gedichten und epischen Werken, so in den „Römischen Elegien“, im „West-östlichen Divan“, im Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“. Aber auch im „Wilhelm-Meister“-Roman, in den „Wahlverwandtschaften“ und in vielen Dramen, z. B. im „Faust“, spielt die Liebe eine entscheidende Rolle.
Dr. Egon Freitag studierte Volkskunde und Museologie. Er ist Diplom-Ethnograph und arbeitete fast 30 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Goethe-Nationalmuseum Weimar. Seit vielen Jahren ist Dr. Freitag wegen seiner fundierten, anregenden und erheiternden Vorträge in Rudolstadt ein gern gehörter Gast.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.
Eintritt für Nichtmitglieder 5 €
18. Juni 2025, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek Rudolstadt
Dr. Bertold Heizmann, (Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Essen)
Die literarischen Karriere eines Männertraums: Goethes „Stella“ und der zwiebeweibte Graf.
Kann das gut gehen? Ein Mann mit zwei Frauen? Seit Jahrhunderten haben sich immer wieder Schriftsteller dieses aufreizenden Themas angenommen: Nicht nur in der Literatur, sondern auch in ihrer eigenen Lebensführung, und sie haben sich dabei sogar auf päpstlichen Dispens berufen. Selbst Goethe hing in seinem Schauspiel „Stella“ diesem Männertraum nach – allerdings nur in der Frühfassung, später hat er das Ende tragisch abgeändert. Das Stück hat in beiden Fassungen bei seinen Zeitgenossen heftige Auseinandersetzungen ausgelöst. Der Text basiert auf einer Sage und changiert häufig zu unfreiwilliger Komik. Johann Daniel Falk, Autor u. a. von Kirchenliedern, urteilte: „Dieß Stück … ist in der That voll der abgenutztesten Späße und Zweideutigkeiten, die Damen wußten oft bei der Aufführung nicht, wo sie sich vor Erröthen hinwenden sollten.“
Berthold Heizmann, Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Essen, als Biograf Kotzebues mit den Verhältnissen bestens vertraut, zeigt im Vortrag anhand von Beispielen aus Literatur, Musik und Film, wie sehr das Thema immer wieder neu faszinierte. Der Referent hat kürzlich das „Spiel für lebendige Marionetten“ von Kotzebues „Graf von Gleichen“ neu herausgegeben und mit einem ausführlichen Essay erläutert. Bert Heizmann ist auch Autor und Herausgeber der Bücher: Goethe für Klugscheißer und Schiller für Klugscheißer (bzw. Irrtümer und Wahrheiten).
Eintritt für Nichtmitglieder: 5 €
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.
Bilder: August von Kotzebue, Die drei Gleichen
Unsere nächste Veranstaltung:
28.-31. August 2025 Busexkursion zu Goethes 276.Geburtstag mit "Besser-Reisen" (Rudolstadt):
"Auf Goethes Spuren ... an und auf den Rhein"
17. September 2025, 19.00 Uhr, Stadtbibliothek
Dr. Gerrit Brüning, Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv
"Glückliches Ereignis" – unglückliches Ereignis?
Die Begegnung Schillers mit Goethe im Juli 1794
In seiner autobiographischen Miniatur "Glückliches Ereignis" hat Goethe den Beginn seiner Freundschaft mit Schiller im Jahr 1794 als stark konfliktbeladen geschildert. Die prägnante Metapher der beiden Geistesantipoden begünstigte eine polare Deutung des Verhältnisses, die bis heute wirksam geblieben ist. Gerrit Brüning befragt die brieflichen Quellen aus der Zeit von 1788 bis 1794 und rekonstruiert die Vorgeschichte und den Beginn der Freundschaft Goethes und Schillers unabhängig vom "Glücklichen Ereignis". Auf dieser Grundlage unterzieht er Goethes autobiographische Erzählung einer quellenkritischen Betrachtung.
Gerrit Brüning war von 2009 bis 2019 Mitarbeiter an der historisch-kritischen Faust-Ausgabe und lehrte gleichzeitig an verschiedenen Universitäten. Anschließend war Brüning bis 2021 Forschungsreferent der Klassik Stiftung Weimar und ist seit 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Goethe- und Schiller-Archiv, Projekt „Goethe LYRIK“.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.
Eintritt für Nichtmitglieder 5 Euro
24. Oktober 2025, 18.00 Uhr, KulTourDiele – Vernissage

Im Rahmen unserer Veranstaltungen zu
50 Jahre Goethe-Gesellschaft Rudolstadt
laden wir Sie ein zum
24. Oktober 2025, 18.00 Uhr, KulTourDiele – Vernissage
Dokumente zu 50 Jahre Goethe-Gesellschaft Rudolstadt
und
Die unbekannten Verwandten Goethes
Genealogische Forschungen zur Familie Göthe in Nordthüringen
Eine Dokumentation von Dr. Barbara Heuchel und Edith Baars, Sondershausen
Der Eintritt ist frei!
……………………………
Nur auf Einladung!
25. Oktober 2025, 10.00 Uhr
Festliche Veranstaltung anlässlich des 50jährigen Bestehens der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt
25. Oktober 2025 – Festakt zum 50-jährigen Bestehen

Ein halbes Jahrhundert im Geiste Goethes
Festakt zum 50-jährigen Bestehen im Rathaus. Rudolstadt.
Rudolstadt. In einem festlich-bewegten Akt im historischen Sitzungssaal des Rathauses feierte die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt am vergangenen Samstag ihr 50-jähriges Bestehen. Umrahmt von den Klängen eines Streicherquintetts, das Werke von Mozart und Schubert darbot, versammelten sich Mitglieder, Gäste sowie Vertreter von Stadt und Landkreis, um auf eine reiche Kulturgeschichte zurückzublicken und zugleich den Blick nach vorn zu richten.
Der Vorsitzende der Ortsvereinigung, Hans-Günther Otto, eröffnete seine Ansprache mit einem nachdenklichen Goethe-Zitat: „Man feire nur, was glücklich vollendet ist!". Er verband damit die stolze Bilanz von fünf Jahrzehnten, in denen über 600 Veranstaltungen das Geistesleben der Region bereicherten, sparte aber auch die aktuellen Herausforderungen nicht aus. Die Gründung am 7. Dezember 1975 in Großkochberg, unter den wachsamen Augen der DDR-Kulturinstitutionen, sei ein Akt bürgerlichen Engagements gewesen, getragen von Persönlichkeiten wie Horst Fleischer und der unermüdlichen Gertrud Glandt, die 45 Jahre lang als Schatzmeisterin und Geschäftsführerin die Geschicke der Gesellschaft lenkte.
Otto erinnerte an die unzähligen Vorträge renommierter Wissenschaftler wie der Ehrenpräsidenten Werner Keller und Jochen Golz sowie an die besondere Würdigung für den im Sommer verstorbenen zweiten Vorsitzenden Wolfgang Werner. Besonders eindrucksvoll schilderte er die literarischen Exkursionen „Auf Goethes Spuren", die nach der Grenzöffnung nicht nur nach Frankfurt, Wetzlar und Bamberg führten, sondern die Mitglieder auch mehrfach nach Italien begleiteten – nach Rom, Sizilien und Neapel, auf den Spuren von Goethes legendärer Italienreise. Weitere Höhepunkte bildeten Reisen in die Schweiz, ins Elsass, nach Frankreich und Flandern sowie eine Fahrt ins antike Griechenland, jenes Land, das Goethe selbst nie erreichte, aber zeitlebens ersehnte. Mit dem Schaufelraddampfer „Goethe" ging es auf den Rhein, und Exkursionen führten durch Böhmen, Schlesien und auf Fontanes Spuren durch die Mark Brandenburg.
Dr. Jochen Golz, Ehrenpräsident der internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar, würdigte in seinem Grußwort die bedeutende und kontinuierliche Arbeit der Rudolstädter Vereinigung. Die Atmosphäre der Feier war geprägt von Dankbarkeit und dem Bewusstsein, ein wichtiges kulturelles Erbe zu pflegen. Der Vorsitzende betonte die Notwendigkeit, neue Mitglieder zu gewinnen, um die Zukunft des Vereins zu sichern – denn die meisten der heute 40 Mitglieder seien nahe oder über 80 Jahre alt.
Als Ausblick wurde eine ab September 2026 geplante, engere Kooperation mit dem Schillerhaus Rudolstadt verkündet. Mit dem Ziel, die Vortragstätigkeit in hoher Qualität fortzuführen, schloss Otto seine Rede mit einem weiteren Goethe-Wort, das als Motto für die Zukunft dienen möge: „Wenn sich die gleichgesinnten nicht anfassen, was soll aus der Gesellschaft und der Geselligkeit werden."
19. November 2025, 16.00 Uhr, Stadtbibliothek
Dr. Annette Seemann, Weimar
"Das Wertvollste im Menschenleben sind die stillen heiligen Stunden"
Weihnachten im klassischen Weimar
Hat Weihnachten etwas mit Weimar zu tun oder nicht?
Was und wieviel, erfahren Sie in einer Zeitreise, die Sie vom klassischen Rom über das spätmittelalterliche Elsass und den Thüringer Wald bis ins wiederum klassische Weimar zu Goethe, Schiller und Carl August führen wird.
Im Vortrag von Annette Seemann wird der Weihnachtsbaum erst einmal minutiös zerlegt und dann wieder ebenso sorgfältig zusammengesetzt.
Die Goethe-Gesellschaft Rudolstadt lädt herzlich ein.
Eintritt für Nichtmitglieder 5 €
21. Januar 2026, 16 Uhr, Stadtbibliothek
Liebe Mitglieder der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt!
Wir wünschen ein gesundes neues Jahr!
Zum Jahresprogramm 2026 zur Erinnerung, Ablage, zum Ausdruck oder zur Weitergabe.
Wir laden Sie herzlich für
21. Januar 2026, 16 Uhr, in die Stadtbibliothek
zu unserer Jahresversammlung ein.
Nach dem Rückblick auf 2025 und dem Kassenbericht werden wir die Veranstaltungen für 2026 besprechen – einschließlich der geplanten Exkursionen (Anmeldungen sind möglich).
Anschließend werden wir traditonell per Video-Präsentation auf einige Reisen der Goethe-Gesellschaft Rudolstadt zurückblicken.
Ausblick (programmgemäß):
Am 18. Februar 2026, 16 Uhr, Stadtbibliothek, wird
Dr. Ariane Ludwig vom Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar
zu Goethes "Tagebüchern" sprechen.
Text: H. G. Otto
Bild: M. Werner